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Warum sich die Wallonie zu einem strategischen und innovativen Verteidigungsökosystem Europas entwickelt


Die Wallonie stärkt ihre internationale Sichtbarkeit in einem strategisch wichtigen Sektor: der Verteidigungsindustrie. Dank eines traditionsreichen industriellen Ökosystems, das durch Innovationskraft geprägt ist und eng mit den großen europäischen Herausforderungen verbunden ist, positioniert sich die Region als bevorzugter Partner für Unternehmen, Investoren und Technologieträger im Bereich Verteidigung sowie bei Dual-Use-Technologien. Diese Ambition wird derzeit durch eine internationale Digitalkampagne unterstützt, die unter anderem auf CNN International ausgestrahlt wird. Erfahren Sie hier die wichtigsten Gründe, warum die Wallonie ein attraktiver Investitionsstandort in diesem zukunftsträchtigen Sektor ist.

Die Wallonie verfügt über eine lange Tradition im Bereich der Verteidigungstechnologien.

Aufbauend auf einer starken industriellen Tradition hat die Region erfolgreich den Wandel hin zu hochmodernen Technologien mit hoher Wertschöpfung vollzogen, die den heutigen Herausforderungen in den Bereichen Souveränität, Resilienz und internationale Sicherheit gerecht werden.

Die Wallonie beherbergt 67 % der belgischen Verteidigungsindustrie, die sich hauptsächlich auf die Regionen um Lüttich (Liège) und Charleroi konzentriert.

Eine der zentralen Stärken der Wallonie liegt in ihrer Kompetenz im Bereich der Dual-Use-Technologien. Die für die Verteidigung entwickelten Lösungen kommen auch in der zivilen Sicherheit, im Krisenmanagement, im Raumfahrtsektor sowie beim Schutz kritischer Infrastrukturen zum Einsatz. Umgekehrt werden Innovationen aus dem zivilen Bereich – etwa in den Feldern Künstliche Intelligenz, Datenanalyse und Cybersicherheit – an die Anforderungen des Militärs angepasst.

 

Ein Standort von strategischer Bedeutung

Die Region profitiert von einer einzigartigen geografischen Lage im Zentrum der Entscheidungs- und Führungsstrukturen der NATO und der Europäischen Union. Zu dieser Nähe gehören insbesondere:

  • das Hauptquartier der NATO in Brüssel,
  • das SHAPE (Supreme Headquarters Allied Powers Europe, Hauptsitz des Allied Command Operations der NATO) sowie weitere strategische Einrichtungen in der Wallonie,
  • mehrere Einrichtungen aus den Bereichen Raumfahrt und Cybersicherheit.

Diese Positionierung ermöglicht es der Wallonie, vollständig in internationale Verteidigungsprogramme und europäische Lieferketten integriert zu sein.

Ein weiterer bedeutender Vorteil ist die geografische Konzentration der Akteure: Die gesamte Wertschöpfungskette ist innerhalb von 90 Minuten erreichbar. Dies fördert kurze Wege, eine enge Koordination und eine hohe Effizienz.

 

Ein stark vernetztes und strukturiertes Innovationsökosystem

Das industrielle Ökosystem der Wallonie deckt die gesamte Verteidigungs-Wertschöpfungskette ab:

  • Forschung und Entwicklung (F&E)
  • Design
  • Prototypenbau
  • Produktion
  • Wartung (MRO)
  • Systemintegration

Die regionale Industrie basiert auf:

  • über 200 im Verteidigungssektor tätigen Unternehmen, von technologieorientierten KMU bis hin zu großen Konzernen
  • nationalen Marktführern (z. B. FN Browning, John Cockerill, Sonaca, SABCA)
  • Partnerschaften mit großen internationalen Akteuren (z. B. Thales, Safran, Leonardo, Naval Group, KNDS)

Diese Struktur ermöglicht eine „End-to-End“-Fähigkeit, das heißt die Abdeckung des gesamten industriellen Zyklus mit einem hohen Maß an technologischer Spezialisierung.

Dieses integrierte Ökosystem sowie die räumliche Nähe der Unternehmen zu Forschungszentren, Universitäten und Kompetenzclustern ermöglichen einen schnellen Transfer von der Forschung, hinein in den Markt – insbesondere da die Region über Einrichtungen für Tests, Prototypenbau und Technologiebewertung verfügt.

 

Strategische und wettbewerbsdifferenzierende Technologiebereiche

  • Luft- und Raumfahrt (Sensoren, fortschrittliche Materialien, eingebettete Systeme)

I-care, Deltatec, ALX Systems, Sonaca, Safran, Thales, Flex Composite Group, Sensy Load Cells, EHP, Cenaero

  • Cyberabwehr und Sicherheit von Informationssystemen

Cetic, Cyberwal, Nexova, Multitel

  • Autonome Systeme und Robotik

Exail Robotics, ID2move, Thales

  • Künstliche Intelligenz und Datenverarbeitung

Thales, FN, Spacebel, IDDEA, Nexova

  • Fortschrittliche Materialien und Schutztechnologien

John Cockerill, Feronyl, Sobelcomb, BATS, GDtech, ATIMA-TPIL, Calyos, Schaeffler Aerosint

  • Sichere Kommunikation und Verteidigungselektronik

Telespazio, Thales, Sonaca, Spacebel, Multitel

 

Diese Fähigkeiten entsprechen unmittelbar den Anforderungen moderner Streitkräfte und erfüllen internationale Standards (NATO, EU).

Die Unternehmen in der Wallonie sind es gewohnt, in multinationalen, sicheren und stark regulierten Umgebungen zu arbeiten und die öffentlichen Behörden setzen gezielte Förderprogramme für Forschung und Entwicklung sowie Innovation um.

All dies sind überzeugende Gründe, die Wallonie als Partner für die Entwicklung der Verteidigungslösungen von morgen zu wählen.

 

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Vom 6. bis 8. Juli 2026 findet in München eine hochrangige Wirtschafts- und Innovationsmission im Bereich Verteidigung und Sicherheit statt. Die Mission bringt Unternehmen, Forschungseinrichtungen und politische Vertreter aus der Wallonie mit dem führenden bayerischen Verteidigungs- und Hightech-Ökosystem zusammen. Begleitet wird die Delegation unter anderem vom wallonischen Ministerpräsidenten Dr. Adrien Dolimont. Ziel ist es, gezielt neue Partnerschaften in Forschung, Entwicklung und Kommerzialisierung im Defence-Tech-Bereich zu fördern, insbesondere in Feldern wie autonomen Systemen, Kommunikations- und Informationsverarbeitung, Luft- und Raumfahrt sowie Materialien und Schutztechnologien, und den Teilnehmenden Zugang zu zentralen Industrie- und Forschungspartnern in Bayern zu ermöglichen.

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